Ayurveda: mit Massagen zu mehr Wohlbefinden

Ayurveda ist mehr als die indische Variante von Wellness. Die Jahrtausende alte Heilkunde hilft Personen bei Ernährungsumstellungen oder Lebensveränderungen, aber auch bei chronischen Beschwerden wie Magenproblemen, Migräne oder schlechtem Schlaf – und das, mittels einer breiten Palette von Anwendungen, Reinigungskuren und Kräutern. Auch einige Studios der oberösterreichischen Landesinnung für Fußpflege, Kosmetik und Massage bieten diese Massageform an. Bereits seit 2012 setzt sich etwa Johanna Förster in ihrer Praxis in Hagenberg intensiv mit dieser Art von Naturheilkunde auseinander und findet dabei stets individuelle Behandlungsansätze für ihre Kundinnen und Kunden.

Ayurveda umfasst mehr als „nur“ Massagen

Wörtlich übersetzt bedeutet Ayurveda die „Wissenschaft vom Leben". Zu Ayurveda zählt nicht nur die bekannte Ayurveda-Massage, sondern es umfasst sowohl ein ausgeklügeltes Detox- bzw. Reinigungssystem, als auch eine profunde Ernährungslehre und Kräuterheilkunde. „Ayurveda versteht sich somit als ganzheitliches Konzept aus Lebensstil, Ernährung, Bewegung, Entspannung, Berührung und Arzneien aus der Apotheke der Natur. Reinigende Verfahren haben für den Erhalt unserer Lebensenergie beispielsweise bis ins hohe Alter einen besonderen Stellenwert. Und sie üben auf unsere Bioenergien - die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha, eine erhebliche Rolle aus“, informiert die Ayurveda-Expertin.

Das Zusammenspiel der Doshas

Nach den Vorstellungen der Ayurveda-Lehre hängt unsere gesundheitliche Balance von den drei zentralen Regulationssystemen des Körpers ab:

  • Kapha steht für Struktur und Formgebung
  • Pitta steht für Transformation und
  • Vata ist das Prinzip der Bewegung in unseren Körperprozessen.

Das harmonische Zusammenspiel der Doshas bestimmt unser ganzheitliches Gleichgewicht – körperlich, emotional und mental. Ob man bei Stress zu- oder abnimmt, ob jemand tief oder unruhig schläft, ob trockene oder ölige Haut – diese Dinge hängen nach der ayurvedischen Tradition davon ab, wie es um die Balance der drei Lebenskräfte im Organismus bestellt ist.

Verschiedene Arten der Ayurveda-Massage

Ayurveda Massagen entspannen somit nicht nur, sondern können auch bei vielen körperlichen Beschwerden unterstützen. Entsprechend der individuellen Bedürfnisse kann dabei aus einer Vielzahl an ayurvedischen Massagearten gewählt werden. Meist handelt es sich dabei um Ganzkörpermassagen, da über den kompletten Körper der Mensch in seiner Gesamtheit besser erreicht wird. Es gibt aber auch Teilmassagen und Massagen mit Kräuterstempeln, die sich ideal als Begleitung zum Fasten eignen. Auch spezielle Dharas – also Behandlungen, bei denen mittels eines Teigringes warmes Kräuteröl über einen längeren Zeitraum auf einer schmerzenden Stelle gehalten wird – gelten als sehr beliebt und erweisen sich besonders bei Kreuz- oder Kniebeschwerden als besonders effektiv. Manche Massagen führen durch sanfte Streichungen zu tiefer Entspannung, während andere mit festen Griffen und Techniken – welche auf die Marmas (Energiepunkte) einwirken – eine intensive Entschlackung herbeiführen.

Was konventionelle von ayurvedischen Ölen unterscheidet

Während bei den meisten Massagetechniken nur eine geringe Menge Öl zum Einsatz kommt, wird bei Ayurveda damit nicht gespart. Gearbeitet wird übrigens ausschließlich mit aufwendig hergestellten traditionellen Kräuterölen. Bei diesen arzneilichen Ölen werden die Moleküle so verfeinert, dass sie durch die Haut bis zu den Knochen, Gelenken, Sehnen usw. vordringen können. Es überrascht daher nicht, dass der Herstellungsprozess dieser Öle je nach Substanz und Menge bis zu zwölf Stunden in Anspruch nehmen kann.

„Im Sinne eines Well-Agings ist es unumgänglich, unseren Körper mittels Ölanwendungen regelmäßig zu reinigen und geschmeidig zu halten. Je umfassender das Wissen in der Wahl des ‚richtigen‘ Öls ist und die behandelnde Fachkraft es schafft, auf die individuellen Bedürfnisse von Kunden einzugehen, umso stärker ist auch die heilende Wirkung“, so Johanna Förster abschließend.

Drei Beispiele für ayurvedische Massagen:

  • Abhyanga gilt als die Königsdisziplin unter den Ayurveda Massagen, die die Balance der drei Doshas wieder herstellen und Körper und Geist wieder in Einklang bringen soll. Sie entspannt und regeneriert den gesamten Organismus. Warme Kräuteröle reinigen und lockern die Gewebe. Oft wird Abhyanga auch von zwei Therapeuten durchgeführt (Synchron-Abhyanga).
  • Der Stirn-Öl-Guss Shirodhara hat einen besonders entspannenden Ruf: Aus ungefähr 10 cm Höhe wird ein gleichmäßiger Strahl aus warmen Öl auf die Stirn gegossen. Dieses Ritual löst vor allem Verspannungen im Nacken und Schulterbereich und unterstützt bei Unruhe und Schlaflosigkeit.
  • Mukabhyanga ist eine Gesichtsmassage, die auch im Zeichen der Schönheit eingesetzt wird, die Durchblutung fördert und zellregenerierend wirkt.

Für alle weiteren Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Expertinnen der oö. Fachinstitute jederzeit gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Anregungen? Die Blogredaktion der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der WKOÖ freut sich über jede Rückmeldung unter: fkm@wkooe.at


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