Fünf Tipps gegen geschwollene Beine

Sind die Beine geschwollen, so kann dies nicht nur ziemlich unangenehm sein, sondern auch Schmerzen verursachen. Häufig treten die Beschwerden verstärkt nach einem langen Tag im Sitzen auf. Der Grund: Flüssigkeit hat sich im Gewebe gestaut. Eine Methode, die die „Transportwege“ des Körpers wieder in Gang bringt: Die Lymphdrainage. 

Es ist nicht verwunderlich, dass unsere Beine oftmals anschwellen. Schließlich befördern sie uns von A nach B und müssen stets unser Körpergewicht tragen. Obwohl geschwollene Knöchel und schwere Beine keine Seltenheit sind, wissen viele Menschen nicht über die Ursachen Bescheid – ein erfahrener Masseur der oö. Fachinstitute klärt auf.

Wasser in den Beinen: Die Ursachen

Viele Faktoren können die Entstehung von sogenannten Beinödemen begünstigen. Einerseits sind sie dem aufrechten Gang geschuldet, denn die Gewebsflüssigkeit staut sich im Laufe des Tages in den tiefsten Abschnitten des Körpers. Durch zu wenig Bewegung und den erhöhten hydrostatischen Druck kommt es zu einer Schwellung. In den häufigsten Fällen eine unbedenkliche Angelegenheit, die sich innerhalb von 24 Stunden selbst wieder legt – denn über Nacht verteilt sich das Wasser meist wieder im Körper. Andererseits können auch Hormonschwankungen und eine stark salzhaltige Kost den Übertritt von Flüssigkeit aus dem Blut ins Gewebe fördern.

Die Rolle des Lymphgefäßsystems

Das Lymphsystem unseres Körpers gilt als der „Reinigungstransportweg“ des Blutes. Denn hier werden alle größeren Moleküle – wie etwa Proteine sowie Giftstoffe oder Keime, die vom Körper entsorgt werden müssen – abtransportiert. Dieser Mechanismus kann jedoch behindert werden. Entweder, weil zu viele Stoffe befördert werden müssen und das System überlastet ist, oder weil der Abfluss der Lymphflüssigkeit – zum Beispiel infolge von Operationen – gestört ist. Denn leider löst sich das Problem der geschwollenen Beine nicht immer „im Schlaf“: Beinschwellungen können ebenso als Nebenwirkung zahlreicher Medikamente auftreten bzw. durch gravierende Erkrankungen der Niere oder des Herzens entstehen. Vor einer Lymphdrainage-Behandlung sollte daher unbedingt eine entsprechende Vorerkrankung ausgeschlossen werden.

Durch Massagen unterstützen: Lymphdrainage

„Ist dies der Fall, so können wir – durch unser aktives Eingreifen – für Linderung sorgen und konkrete Handlungsanweisungen liefern. Durch die Massage, welche sich durch weiche, kreisende Bewegungen auszeichnet, wird der Lymphfluss angeregt. Dabei arbeitet man stets mit leichtem Druck – ganz so als würde man etwas sammeln und weiter schieben“, informiert Christian Neuhauser, Masseur aus Neuhofen an der Krems.

Durch das gezielte Zutun eines geschulten Masseurs bzw. einer Masseurin kommt das Lymphgefäßsystem wieder in Schwung. Doch auch selbst kann man einiges tun, um entsprechende Schwellungen der Beine zu verhindern bzw. ihnen vorzubeugen:

1. Die Wasserzufuhr von außen steigern 

Nichts zu trinken weil man ja ‚Wasser in den Beinen‘ hat ist übrigens kontraproduktiv. Genau dann sollte man ausreichend trinken, um dem Körper zu signalisieren, dass ein Wechsel in den „Wasserspar-Modus“ nicht notwendig und die Wasserversorgung dauerhaft sichergestellt ist.

2. Für ausreichend Bewegung sorgen

Eines der besten Mittel gegen das Wasser in den Beinen: Bewegung. Egal ob Radfahren, Wandern, Walken, Joggen oder Spazierengehen – die Bewegung macht nicht nur Spaß, sondern aktiviert zudem die Wadenmuskulatur, fördert den Lymphfluss, die venöse Durchblutung und verhindert in weiterer Folge Wasseransammlungen in den Beinen. Der Gang zum Kopierer, ein Spaziergang in der Mittagspause, Treppen steigen, anstatt den Lift zu benützen – all diese Dinge lassen sich leicht in den Alltag integrieren und beugen müden Beinen vor.

3. Beine kalt abduschen

Auch beim Duschen bietet sich eine simple Möglichkeit um die Durchblutung anzuregen. Am Ende des Duschgangs die Beine einfach einige Sekunden lang kalt abduschen.

4. Kniekehle nicht abknicken

Damit das Blut besser zum Herz zurückfließen kann, empfiehlt es sich die Beine hochzulegen – egal ob im Sitzen oder beim Liegen. Es gilt darauf zu achten, dass die Kniekehle zu keinem Zeitpunkt durchgedrückt wird. Das Venenkissen bzw. der Bürostuhl sollten daher entsprechend angepasst werden. Auch Kompressions- bzw. Stützstrümpfe wirken unterstützend.

5. Die richtige Ernährung wählen

Salz- und Koffeinkonsum reduzieren. Beides sind häufige Gründe für geschwollene Beine und Füße. Entscheidet man sich für salzarme Kost, so hält der Körper weniger Wasser zurück und der körpereigene Wasseraustausch wird angeregt.

Für alle weiteren Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Expertinnen und Experten der oö. Fachinstitute jederzeit gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Anregungen? Die Blogredaktion der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der WKOÖ freut sich über jede Rückmeldung unter: gewerbe4@wkooe.at


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