Nie wieder kalte Füße

„Ahhhh! Ist das kaaalt!“ ruft Stefan, als sich Katja zu ihm ins Bett kuschelt. Ihre kalten Füße haben sich in seine warmen Schenkel gegraben, aber wurden leider viel zu schnell wieder verwiesen. Also mussten die Wollsocken her.

Nicht nur Katja kennt dieses Leiden. Viele, vor allem Frauen, kennen das Dilemma. Kalte Füße - kalte Hände, meist im Doppelpack und vor allem in der kalten Jahreszeit. Einige Menschen leiden aber auch bei milden Temperaturen unter kalten Füßen und Händen.

Warum hab ich kalte Füße

Durch die Kälte verengen sich die Gefäße. Die Konzentration der Wärme und Durchblutung liegt in der Körpermitte. Die geringere Durchblutung empfinden wir als kalte Füße und Hände.

Die häufigsten Ursachen von kalten Füßen:

  • Kälte, Nässe
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)
  • Stoffwechselkrankheiten, vor allem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Gefäßerkrankungen, zum Beispiel Rheuma
  • Medikamente, überwiegend Blutdrucksenker
  • Herzerkrankungen, wie etwa Herzschwäche
  • Blutkrankheiten, darunter eine Blutarmut 
  • Störungen des Hormonhaushalts, meist Schilddrüsen-Unterfunktion
  • Erkrankungen des Nervensystems, zum Beispiel die Parkinson-Krankheit
  • Unterernährung

 

Erste Hilfe bei kalten Füßen

Was sofort hilft ist: Bewegung. Die Füße kreisen und auf und ab wippen verschafft erste Abhilfe. Die Beine sollten nicht übereinander geschlagen werden. Eine manuelle Fußmassage ist genauso wirksam wie eine Massage mit dem Fußroller. Ob Bewegung oder Massage, beides wirkt durchblutungsfördernd und damit wärmend.

„Ich empfehle meinen Kunden eine Hot Stone Massage an den Füßen, diese wird angenehm empfunden und wärmt die Füße rasch auf“, erzählt Expertin Ingrid Hintringer. Außerdem wirken sich wohltuende Fußbäder mit wärmenden Inhaltsstoffen wie Ingwer, Zimt oder Chili positiv auf die Durchblutung der Füße aus.

Empfehlenswert sind auch Paraffinbäder für Hände und Füße, sowie Lotionen die dank wärmender Inhaltsstoffe Hände und Füße pflegen und aufwärmen.

Auch Wärmekissen können helfen, die Füße warm zu halten. Diese gibt es in verschiedenen Größen mit unterschiedlichen Füllungen (Dinkel, Kirschkerne, Traubenkerne, …). Einfach nach Anleitung in Backrohr oder Mikrowelle aufwärmen und vielleicht schon kurz vor dem Schlafengehen ins Bett legen – dann kann man sich ins vorgewärmte Bett kuscheln. Vorteile der Wärmekissen gegenüber Wärmeflaschen: die Wärme hält länger an und die Kissen werden nach dem Auskühlen immer noch als angenehm empfunden.

Eine Wohltat für den ganzen Körper bringt auch das Aufwärmen von innen. Eine Suppe oder ein Heißgetränk mit dem Zusatz von Ingwer und Chili verfeinert, bringt den Organismus ins Warme.

Für alle weiteren Fragen oder eine individuelle Beratung zum Thema Fußpflege stehen Ihnen die Expertinnen der oö. Fachinstitute jederzeit gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Anregungen? Die Blogredaktion der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der WKOÖ freut sich über jede Rückmeldung unter: gewerbe4@wkooe.at


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