Ursache und Behandlung von Pigmentflecken

Altersflecken, Café-au-lait-Flecken oder auch Sommersprossen: Die braunen Verfärbungen auf der Haut tragen viele Namen. Unter Medizinern werden all diese Dinge unter dem Begriff der „Hyperpigmentierung“ zusammengefasst.

Die Rede ist dabei von räumlich begrenzten, bräunlichen Hautverfärbungen, die durch eine übermäßig starke Einlagerung von Melanin in die Hautoberfläche entstehen. Im Unterschied zu Sommersprossen, die eher fein und gleichmäßig verteilt, genetisch veranlagt und Hauttyp bedingt sind, zeichnen Pigmentflecken die Haut in ungleichmäßig gebündelten Flecken, die das Hautbild unterbrechen. Viele Personen empfinden die Flecken auf der Haut als äußerst unangenehm, zumal sie meist deutlich sichtbar und schwierig zu verbergen im Gesicht und an den Händen auftreten – den Körperteilen, die der Sonne am meisten ausgesetzt sind.

Gefahrenquelle Pigmentfleck?

Gleich vorweg, die kleinen braunen Hautverfärbungen sind in der Regel harmlos und besitzen keinerlei Krankheitswert. Aus medizinischer Sicht, ist eine Behandlung von Pigmentflecken daher oftmals nicht notwendig. Allerdings ist es wichtig, sie von bösartigen Hautveränderungen wie dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) und seinen Vorstufen abzugrenzen. Denn das Vorhandensein von vielen Sonnenflecken weist auf ein erhöhtes Hautkrebsrisiko hin. Man tut also gut darin, die Hautverfärbungen regelmäßig – etwa einmal pro Jahr – von Medizinern untersuchen zu lassen. Je früher bösartige Veränderungen der Haut entdeckt und behandelt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Pigmentflecken: Wie sie entstehen

Grundsätzlich sind Pigmentflecken Ausdruck einer erhöhten Melaninproduktion, die durch verschiedene Auslöser bedingt sein kann – angefangen von (zu) häufiger UV-Einstrahlung über die normale Hautalterung bis hin zu hormonellen Einflüssen. Aber auch erbliche Vorbelastungen haben einen Einfluss darauf, wie sich die eigene Haut im Zeitverlauf entwickelt und auf die Sonneneinstrahlung reagiert.

„Sie können sich das in den Zellen enthaltene Melanin, das uns vor gefährlichen UV-Strahlen schützt, wie kleine Sonnenschirme vorstellen, die sich aufspannen wenn sie bestrahlt werden. Das ist auch der Grund, warum bei vielen Menschen in den wärmeren Monaten die Sommersprossen zu sprießen beginnen“, informiert die oberösterreichische Kosmetikfachexpertin Jasmin Varga.

Hyperpigmentierung hat viele Gesichter:

Art

Ursache

Sonnenflecken

UV-Strahlung

Altersflecken

Lipofuszin (Alters-/Abnutzungspigment)

postinflammatorische Hyperpigmentierung

Entzündungen und Verletzungen der Haut (Insektenstiche, Akne, Verbrennungen)

Schwangerschaftsmaske
(Melasma)

hormonelle Umstellung
während der Schwangerschaft

Chloasma hormonale

Antibabypille

 

Das beste Mittel gegen Pigmentflecken: Sonnenschutz

UV-Strahlung ist die Hauptursache für Sonnen- und Altersflecken. Deshalb besteht die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme darin, die Haut vor der Sonne zu schützen. Das bedeutet einerseits, sich nicht zu häufig und zu lange der direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Und andererseits konsequent Sonnencremes mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor zu benutzen. „Personen mit hellem Hauttyp rate ich dazu, sich – sofern möglich – zwischen 11:00 und 14:00 Uhr im Gebäudeinneren aufzuhalten. Geht es nach draußen, so sollte man sich unbedingt eincremen – ganz unabhängig vom Hauttyp oder dem vorhandenem Bräunungsgrad“, ergänzt die Linzer Studioinhaberin.

Der Grund, warum wir alle gut darin täten, öfter zur Sonnencreme zu greifen ist einfach erklärt. Die Strahlen wirken bis in tiefere Hautschichten und können dort langfristige Schäden anrichten, die dann negative Auswirkungen auf die Hautalterung haben.

„Dieser Prozess ist vergleichbar mit einem Gummiband, das in der Sonne liegt, austrocknet und brüchig wird. Ist es über Jahre hinweg zu solch schwerwiegenden Schädigungen der Haut gekommen, so zeigt sich dies meist im Alter an dem Zustand der Haut. Genau deshalb bin ich so ein großer Fürsprecher für Sonnencreme“, weist die erfahrene Kosmetikerin auf den hohen Stellenwert von Sonnenschutz im Kampf gegen tiefe Falten und Pigmentflecken hin.

Auf den Rat der Fachexpertin vertrauen

Empfinden Betroffene die Pigmentflecken als kosmetisch störend, so machen sie sich auf die Suche nach Behandlungen, die die kleinen braunen Flecken auf der Haut reduzieren. Was viele jedoch nicht wissen: Ist es bereits zu einer Hyperpigmentierung gekommen, ist es gar nicht so leicht diese wieder loszuwerden. Am besten man wendet sich bereits in der sonnenarmen Jahreszeit, ab Oktober, an eine erfahrene Kosmetik-Fachexpertin:  „Beherzigen Kundinnen und Kunden den Rat und die Tipps der Kosmetikerin, so kann es zu einer wesentlichen Verbesserung der Hyperpigmentierung kommen. Auf Alkohol, Rauchen und ausgedehnte Sonnenbäder im Freien ohne entsprechenden Sonnenschutz muss man dann jedoch verzichten. Es gilt, alle Faktoren, die einen negativen Einfluss auf das Hautbild haben, zu reduzieren.“

Mit individuellen Behandlungsansätzen zum Erfolg

Kommt eine Kundin, in das Studio von Jasmin Varga so geht die Fachexpertin meist folgendermaßen vor:

  1. Ursache checken
    Was ist der Grund für die Hyperpigmentierung? Einnahme von Medikamenten? Schwere Krankheit? Erbliche Vorbelastung? Pflegefehler? Hormonelle Veränderungen? etc.
     
  2. Individuellen Behandlungsansatz besprechen
    Welche Behandlungsform passt am besten zur Person und zum Hauttyp? Fruchtsäurebehandlung? Chemisches Peeling? Mikrodermabrasion, bei der die hyperpigmentierten Hautbereiche mit einer Art „Sandstrahlgerät“ abgetragen werden? IPL- und Laser-Technologie?
     
  3. Pflegefahrplan festlegen und auf negative Einflüsse von außen hinweisen Sonneneinstrahlung, freie Radikale, Pflegefehler oder ungesunde Lebensführung wirken sich negativ auf die Behandlung aus und sollten somit vermieden werden. Eine ausgebildete Fachexpertin informiert, was hilfreich ist und was man besser vermeiden sollte

 

Für alle weiteren Fragen oder eine individuelle Beratung stehen Ihnen die Experten und Expertinnen der oö. Fachinstitute jederzeit gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Anregungen? Die Blogredaktion der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure der WKOÖ freut sich über jede Rückmeldung unter: fkm@wkooe.at

 

 


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